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Wie läuft eine Mediation ab?

In einer Einführung, in der die KlientInnen und ich zusammenkommen, die Rahmenbedingungen und Erwartungen abklären, bitte ich die Beteiligten mir einen Überblick zu verschaffen, worum es geht, warum sie hier sind, was gelöst werden soll.

Danach sammeln wir die Themen die in der Mediation behandelt werden sollen. Meist ergeben sich hier mehrere Themenblöcke, die nacheinander bearbeitet werden können.

Wenn die Medianden (die Parteien) entschieden haben, mit welchem Thema sie beginnen möchten, erfrage ich die unterschiedlichen Sichtweisen. Jede/r darf und soll die Situation genau so erzählen, wie sie für sie oder ihn ist. Ich achte darauf, dass die Betroffenen nacheinander sprechen, sich gegenseitig ausreden lassen und einander zuhören können. Das Leben besteht aus den Realitäten und Wahrnehmungen jeder und jedes Einzelnen - umso wichtiger ist es daher, in der Mediation den Raum zu schaffen, dass die Beteiligten einander zuhören und sich mitteilen können.

Weiters wir jetzt geklärt, was die Interessen und Bedürfnisse hinter den Positionen sind. Diese drücken aus, was den Beteiligten an den jeweiligen Themen wichtig ist und was für gute, zukunftsfähige Lösungen berücksichtigt werden muss.

Interessen und Bedürfnisse sind der Schlüssel zu guten Lösungen!

Danach beginnt die Optionensuche. Ich unterstütze die KlientInnen dabei, nach möglichst vielen Optionen zu suchen, die zu einer Problemlösung beitragen können. Dabei achte ich darauf, dass die Beteiligten ihren Gedanken freien Lauf lassen können. Kreative Methoden sind dabei oft hilfreich.

Im nächsten Schritt bewerten die Medianden die Optionen: Was klingt gut?; Was ist weniger hilfreich?; Was könnte man weiterentwickeln?; etc. Sie begeben sich also aus einer Fülle an Ideen zur konkreten Lösungsfindung.

Zum Abschluss werden die Lösungen in einer Vereinbarung festgehalten.