Skip to main content

Das Positive bestärken

November 2020

Die Corona-Situation ruft Unsicherheiten, Ängste, Spannungen und ganz konkret herausfordernde Gegebenheiten hervor. Wir alle können zu einer verbundenen und gesunden Gesellschaft beitragen. Das erfordert von uns gerade jetzt bewusst auf das Stärkende für Körper und Seele zu fokussieren:

Für unseren Körper ist das alles, was uns gesund hält und heilt: beispielsweise Waldspaziergänge, Fußbäder, regionale biologische Lebensmittel, ganzheitlich medizinische Begleitung. Es gibt noch unzählige Möglichkeiten, die auch angesichts der aktuellen Corona-Maßnahmen umsetzbar sind.  

Für unsere Seele ist das alles, was unser Vertrauen und unsere Menschlichkeit nährt: zum Beispiel Dankbarkeit, für das was da ist, Hoffnung, Liebe, Mitgefühl, positive Vernetzung, Träume. Wir tragen so viele positive Ressourcen in uns, die aus unserem „inneren Lockdown“ befreit werden möchten.

Schöpfen wir also das Positive und Lebensbejahende in uns und tragen wir es großzügig in die Welt!

 

 

 

 

Gedanken, Bilder, Zitate, Träume....

September 2020

In der Konfliktbearbeitungstheorie wird oftmals das sogenannte Eisbergmodell zitiert. 1/3 eines Konfliktes sind auf der sichtbaren Ebene, 2/3 liegen im Unbewussten, „unter Wasser“.

Träume sind „Briefe“ aus dem Inneren*, eine Möglichkeit mit dem eigenen Innersten in Kontakt zu kommen. Auch Bilder, Zitate, Meditation und Musik eignen sich beispielsweise um den Weg nach Innen zu unserem Unbewussten** anzutreten.

Wir sind als Menschen dazu begabt, aus diesem Reichtum, der sich in uns birgt, zu schöpfen.

Unter den jeweiligen uns umgebenden Umständen haben wir immer auch Freiheiten und Möglichkeiten uns gestaltend in diese Welt einzubringen. In diesem Sinne, sind wir  einem Konflikt im Außen nicht ohnmächtig ausgeliefert, wenn wir uns an unseren Entfaltungspotenzialen orientieren.



* Dr. Ute Karin Höllrigl, Tiefenpsychologin nach C.G. Jung und Traumexpertin.

**C.G. Jung bezeichnet das Unbewusste im Menschen, das bewusst werden will, als „zweiten Kontinent“, den es zu erkunden gilt.

 

 

 

 

Vom Traum zur Realität

Juni 2015

„Menschen sind glücklicher, kooperativer, produktiver und eher bereit positive Veränderungen ihres Verhaltens anzustreben, wenn diejenigen, die in einer Position sind, in der sie Autorität ausüben können, die Dinge mit den Menschen machen, anstatt sie zwangsweise durchzusetzen oder für die Betroffenen zu handeln.“*

Vergangene Woche hatte ich die Gelegenheit an der Europa-Konferenz des International Institute for Restorative Practices Europe teilzunehmen. Titel der Konferenz war „From Dream to Reality. Dawning of a New Social Science“.**

Die Tage waren gefüllt mit wertvollen Erfahrungsberichten, neuen Impulsen und inspirierenden Gesprächen. Zudem hatte ich die besondere Freude die Konferenz mit meiner kanadischen Kollegin, Freundin und Mentorin Erika Deines zu besuchen (siehe Bild, Mitte; rechts im Bild Gayle Desmeules von Native Counselling Services, Edmonton, Kanada).

Doch worum ging es bei der Konferenz, warum war ich dort?

Als ich für ein Jahr in Kanada lebte, lernte ich Restorative Justice – wiedergutmachender Gerechtigkeit - kennen. Dies ist ein Ansatz der eine ganzheitliche Konfliktlösung anstrebt, bei der im Mittelpunkt die Wiedergutmachung verletzter Bedürfnisse sowie die Heilung gebrochener Beziehungen stehen. Es geht weniger darum, das Fehlverhalten oder die Schuldfrage in den Vordergrund zu stellen, sondern zu fragen:

Was ist passiert?

Welche Auswirkungen hat das auf dich und auf andere?

Was muss als nächstes geschehen, um die – emotionalen und/oder materiellen – Schäden wieder gut zu machen?

 

Mich berührt der „Restorative-Gedanke“ sehr, weil er auf Werten aufbaut, die dem Menschen, dem Leben und unserem Planeten gut tun: RespektEhrlichkeitLiebeGleichwertigkeitVielfaltInklusivitätTeilen.

Vom Traum zur Realität: Ich träume von einer Zukunft, in der Menschen auf diese Weise miteinander umgehen. Bei meinem täglichen Handeln in meiner Arbeit und privat bin ich bemüht (m)ein Stück dazu beizutragen.

 

* Die Grundhypothese der Restorative Practices, Ted Wachtel.

**Vom Traum zur Realität. Das Herannahen einer neuen Sozialwissenschaft.

Mag.a
Katharina Kolaritsch
eingetragene Mediatorin | Juristin

 

E-Mail: katharina@kolaritsch.at
Tel.: 0664 150 2001